Der neue VW Golf 8 | ÖAMTC auto touring


Erste Begegnung mit dem neuen VW Golf
– nicht auf der Bühne, nicht unter Scheinwerferlicht, sondern ganz real auf
der Straße. Das ist die 8. Generation des Golf. Ich kann mich noch gut an die erste erinnern. 1974 ist der VW Golf erschienen und war
kurz danach schon das meistverkaufte Auto Österreichs. Das ist er
unsagbare 41Jahre lang geblieben. Bis heuer. Im Sommer 2019 wurde er
auf Platz 2 verwiesen, und der Skoda Octavia hat mehr verkauft
als der VW Golf. Die Dimensionen der Karosserie blieben
gleich. Durch Feinarbeit konnte aber der CW-Wert, also der Luftwiderstandsbeiwert,
von 0,3 auf 0,275 gesenkt werden. Der neue Golf ist eigentlich dadurch der
windschlüpfrigste, den es jemals gab. Das Wesentliche am neuen Golf ist aber,
er ist voll digitalisiert. Das betrifft zum Beispiel im Innenraum die
Instrumente. Es gibt keine Zeiger mehr, sondern nur noch großflächige Displays.
Es betrifft aber auch die serienmäßige Ausrüstung mit Car-to-X Kommunikation.
Das heißt, der neue Golf ist darauf vorbereitet, mit anderen Fahrzeugen zu
kommunizieren oder mit der Infrastruktur, sobald diese Technik flächendeckend
verfügbar ist. Zu Beginn gibt es für den neuen VW Golf eine Auswahl von
5 Motoren – 2 Benziner, 2 Diesel und 1 Mild-Hybrid. Die beiden Benziner heißen
1,5-TSI. 2 Diesel 2.0 tdi jeweils mit 110 Kilowatt, also 150 PS und einer
schwächeren Variante. Und der Mild-Hybrid mit dem neuen Namen e-TSI, ebenfalls 110 kW /150 PS. Es werden noch weitere Hybride folgen.
Insgesamt 5 Stück, darunter auch ein GTE – das ist der Plug-in-Hybrid,
wie es bereits bisher gab. Hier sehen wir das neue digitale
Cockpit des neuen VW Golf. Volkswagen nennt das Innovision. Wir
haben 2 Displays, einen in der Mitte, einen direkt vor dem Fahrer, wobei wir hier die
Ansicht ändern können. Von den beiden Instrumenten – Tacho und
Drehzahlmesser zum Beispiel – zum Navigationssystem umschalten. In der
Mitte lässt sich alles mit Tastendruck bzw. mit dem Touchpad intuitiv regeln. Man kann auch die Beleuchtung verändern, wenn man das möchte, sowohl oben als auch unten. 2 verschiedene Farben oder
auch nur eine. Nett ist die Sprachsteuerung des neuen VW Golf.
Man kann mit dem Auto sozusagen intuitiv sprechen.
Hallo Volkswagen … Ja, bitte. Es ist etwas zu kalt im Auto. In Ordnung. Vorne links wird es gleich wärmer. Ab kommenden Februar wird der neue VW Golf in Österreich ausgeliefert. Was die
Preise betrifft, hält sich Volkswagen noch etwas zurück. Man weiß aber, dass die billigste Einstiegsvariante unter 22.000 Euro kosten wird.

2 comments

  • Die Legende sagt, wer einmal einen Schluck Wasser von diesem Brunnen trinkt, kommt immer wieder nach Sarajewo. Wer einmal einen Golf 2 gefahren ist, ihm vergeht niemals das Lächeln aus dem Gesicht. Es klingt wie eine Werbung, aber in Sarajewo ist es tatsächlich so. Der Golf 2 hat hier einen besonderen Status. Wie könnte es auch anders sein, denn der Golf wurde im TAS Werk in Sarajewo produtiert, in der Autofabrik, die ihr erstes Auto im Jahr 1972 hergestellt hat. Dies war der beliebte Käfer. Nur 4 Jahre später, trat der Golf in Szene.Bei der Golf Produktion dürfte nichts dem Zufall überlassen werden, einschließlich der Auswahl der Mitarbeiter. Zum Beispiel musste der Kontroll-Leiter immer ein Deutscher sein. Ein hergestellter Golf im TAS-Werk unterscheidete sich in keiner Komponente von einem in Deutschland gefertigten Golf. Bis 1992 wurde der Sarajewo Golf produziert, und zwar ausschließlich für die Länder des ehemaligen Jugoslawien.Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre gelten als goldene Zeit für die Automobilindustrie in Sarajewo. TAS beschäftigte zu dieser Zeit etwa 3500 Personen und produtierte Jährlich etwa 25.000 Automobile. Das Vorhaben war, die Produktionsziffer um 10000 Autos zu erhöhen, aber dann traf der Krieg ein. Nach allem was geschehen ist, können wir mit Grund feststellen, dass die Automobilindustrie in Bosnien riesen Schritte nach vorne macht. Obwohl jedem bewusst ist, das die TAS- Popularität niemals wieder zurückkehrt, werden Verhandlungen mit einzelnen Auto-Firmen vereinbart, um die Automobilproduktion im Gebiet von Bosnien und Herzegowina wiederherzustellen. Selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, haben sie ihren Status abgeschlossen. Wenn nicht damit, dann wenigstens mit dem Stolz der ehemaligen Automobilindustrie, die sich weiterhin, auf den Straßen von Sarajewo kreuzen wird.

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